MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngste Klassifizierung von Kryptowährungen durch den Internationalen Währungsfonds (IMF) hat eine Debatte über die Einstufung von XRP als Wertpapier ausgelöst. David Schwartz, der Chief Technology Officer von Ripple, hat sich kritisch zu dieser Einstufung geäußert.
Die Diskussion um die Klassifizierung von Kryptowährungen hat durch die jüngste Aktualisierung des Zahlungsbilanzhandbuchs des Internationalen Währungsfonds (IMF) neue Fahrt aufgenommen. Diese Aktualisierung, die erstmals seit 2009 vorgenommen wurde, umfasst nun auch Kryptowährungen und hat zu einer hitzigen Debatte über die Einstufung von XRP geführt. David Schwartz, der Chief Technology Officer von Ripple, hat sich entschieden gegen die Einstufung von XRP als Wertpapier ausgesprochen.
Der IMF hat in seinem neuen Handbuch, dem BPM7, Kryptowährungen danach klassifiziert, ob sie eine finanzielle Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber dem Emittenten darstellen. Während Bitcoin aufgrund seines Mining-Prozesses nicht als solche Verbindlichkeit angesehen wird, werden Utility-Token, zu denen auch viele Altcoins zählen, als „Schuldverschreibungen“ betrachtet, die den Inhabern zukünftigen Zugang zu Waren und Dienstleistungen bieten.
Schwartz argumentiert, dass, wenn XRP aufgrund seiner Verwendung zur Bezahlung zukünftiger Transaktionsgebühren als Utility-Token oder Wertpapier eingestuft wird, dasselbe auch für Bitcoin und Ethereum gelten müsste. Diese Argumentation stellt die Konsistenz der IMF-Klassifizierung in Frage und hebt die Komplexität der rechtlichen Einordnung von Kryptowährungen hervor.
Die Debatte um die Klassifizierung von XRP ist besonders brisant, da Ripple derzeit in einen Rechtsstreit mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC verwickelt ist. Diese hatte Ripple im Jahr 2020 wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz verklagt. Im Jahr 2023 entschied Richterin Analisa Torres, dass die programmatischen Verkäufe von XRP durch Ripple keine Wertpapierangebote darstellten, kritisierte jedoch die direkten Verkäufe an institutionelle Investoren.
Die Entscheidung des IMF könnte weitreichende Auswirkungen auf die Regulierung von Kryptowährungen haben. Sollten die Definitionen des IMF von den Regulierungsbehörden übernommen werden, könnten nicht nur XRP, sondern auch andere große Kryptowährungen wie Ethereum und Solana als Wertpapiere eingestuft werden. Dies würde erhebliche rechtliche und regulatorische Herausforderungen für die betroffenen Unternehmen und Investoren mit sich bringen.
In der Zwischenzeit bleibt unklar, wie sich die regulatorische Landschaft für Kryptowährungen entwickeln wird. Branchenexperten sind sich einig, dass eine klare und konsistente Regulierung notwendig ist, um Innovationen zu fördern und gleichzeitig Investoren zu schützen. Die Diskussion um die Klassifizierung von XRP und anderen Kryptowährungen wird sicherlich weitergehen, während die Branche auf eine endgültige rechtliche Klärung wartet.
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