NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein Gericht in Georgia hat Monsanto, eine Tochtergesellschaft von Bayer, dazu verurteilt, fast 2,1 Milliarden US-Dollar an einen Kläger zu zahlen, der behauptet, das Unkrautvernichtungsmittel Roundup habe seine Krebserkrankung verursacht.
Ein Gericht in Georgia hat Monsanto, das mittlerweile zu Bayer gehört, dazu verurteilt, fast 2,1 Milliarden US-Dollar an einen Kläger zu zahlen. Der Kläger, John Barnes, machte geltend, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup seine Erkrankung an Non-Hodgkin-Lymphom verursacht habe. Die Entscheidung des Gerichts stellt einen weiteren Meilenstein in der langen Reihe von Rechtsstreitigkeiten dar, die Monsanto wegen Roundup führen muss.
Die Strafe umfasst 65 Millionen US-Dollar an Schadensersatz und 2 Milliarden US-Dollar an Strafschadensersatz. Dies ist eine der höchsten jemals in einem Roundup-Fall verhängten Strafen. Bayer, das Monsanto 2018 übernommen hat, plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Unternehmen bestreitet weiterhin, dass Roundup krebserregend sei, und verweist auf wissenschaftliche Studien und Bewertungen von Regulierungsbehörden, die die Sicherheit des Produkts bestätigen.
Roundup wird häufig in der Landwirtschaft eingesetzt, insbesondere bei gentechnisch veränderten Pflanzen, die gegen das Herbizid resistent sind. Dies ermöglicht es Landwirten, den Boden weniger zu bearbeiten und gleichzeitig höhere Erträge zu erzielen. Trotz der Behauptungen von Bayer gibt es Studien, die den Hauptbestandteil Glyphosat mit Krebs in Verbindung bringen. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat jedoch erklärt, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung wahrscheinlich nicht krebserregend ist.
Der Anwalt von Barnes, Kyle Findley, argumentierte, dass Monsanto über Jahre hinweg wissenschaftliche Studien ignoriert und die Öffentlichkeit über die Risiken von Roundup im Unklaren gelassen habe. Er bezeichnete das Urteil als wichtigen Meilenstein und als Beweis für Monsantos mangelnde Verantwortung.
In der Vergangenheit hat Bayer bereits Milliarden für die Beilegung von Roundup-Klagen bereitgestellt. Das Unternehmen hat jedoch auch in mehreren Prozessen gesiegt und einige Schadenersatzforderungen wurden reduziert. Bayer setzt sich zudem für gesetzliche Regelungen ein, die Pestizidhersteller vor Klagen schützen sollen, wenn ihre Produkte den EPA-Vorgaben entsprechen.
Die Entscheidung des Gerichts in Georgia könnte weitreichende Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Roundup haben. Gegner solcher Regelungen betonen, dass sie die Verantwortung der Hersteller einschränken würden. Die Debatte um die Sicherheit von Roundup und die Verantwortung von Monsanto wird voraussichtlich weitergehen, da noch viele weitere Klagen anhängig sind.
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