AUSTIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Bluesky, ein aufstrebendes soziales Netzwerk, setzt sich für die Kontrolle der Nutzer über die Verwendung ihrer Daten in der Künstlichen Intelligenz ein. Auf der SXSW-Konferenz in Austin kündigte CEO Jay Graber an, dass das Unternehmen an einem Rahmenwerk arbeitet, das den Nutzern die Möglichkeit gibt, zu entscheiden, wie ihre Daten für generative KI genutzt werden sollen.
Bluesky, ein aufstrebendes soziales Netzwerk, hat sich das Ziel gesetzt, den Nutzern mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten in der Künstlichen Intelligenz zu geben. Auf der SXSW-Konferenz in Austin erklärte CEO Jay Graber, dass das Unternehmen an einem Rahmenwerk arbeitet, das es den Nutzern ermöglicht, selbst zu bestimmen, wie ihre Daten für generative KI genutzt werden sollen. Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach Daten für das Training von KI-Modellen stetig wächst.
Die öffentliche Natur von Blueskys Plattform hat bereits dazu geführt, dass andere Unternehmen die Inhalte der Nutzer für ihre KI-Systeme genutzt haben. So wurde im vergangenen Jahr ein Datensatz mit einer Million Bluesky-Posts auf Hugging Face entdeckt, der für KI-Trainingszwecke verwendet wurde. Diese Entwicklung zeigt die Notwendigkeit eines klaren Regelwerks für die Datennutzung auf.
Im Gegensatz dazu hat der Konkurrent X, ehemals bekannt als Twitter, bereits Maßnahmen ergriffen, um die Beiträge seiner Nutzer für die KI-Entwicklung zu nutzen. X füttert die Posts seiner Nutzer in die KI-Entwicklung der Schwesterfirma xAI ein, um den KI-Chatbot Grok zu trainieren. Diese Praxis führte zu einer Änderung der Datenschutzrichtlinien, die es Dritten erlaubt, die Daten der X-Nutzer für KI-Trainings zu verwenden.
Bluesky hingegen plant, keine eigenen KI-Systeme auf Basis der Nutzerdaten zu entwickeln, sondern konzentriert sich darauf, ein Framework zu schaffen, das die Einwilligung der Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Graber betonte, dass die Nutzer die Möglichkeit haben sollen, auf Konto- oder Postebene festzulegen, wie ihre Daten verwendet werden dürfen. Dies könnte ähnlich funktionieren wie die robots.txt-Datei, die von vielen Suchmaschinen respektiert wird, um das Crawlen von Websites zu steuern.
Der Vorschlag, der derzeit auf GitHub diskutiert wird, sieht vor, dass andere Unternehmen die Einstellungen der Nutzer respektieren. Graber erklärte, dass Bluesky mit Partnern zusammenarbeitet, um dieses Konzept weiterzuentwickeln. Ziel ist es, einen Standard zu etablieren, der von Nutzern, Unternehmen und Regulierungsbehörden gleichermaßen akzeptiert wird.
Die Diskussion um die Nutzung von Nutzerdaten für KI-Trainings ist nicht neu, gewinnt jedoch angesichts der rasanten Entwicklungen in der KI-Branche an Bedeutung. Experten sehen in der Initiative von Bluesky einen positiven Schritt in Richtung mehr Transparenz und Nutzerkontrolle. Die Herausforderung besteht darin, ein System zu schaffen, das sowohl technisch umsetzbar als auch von der breiten Masse akzeptiert wird.
Die Zukunft der Datennutzung in der KI-Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, wie gut es gelingt, die Interessen der Nutzer mit den Anforderungen der Technologie in Einklang zu bringen. Blueskys Ansatz könnte als Vorbild für andere Plattformen dienen, die ebenfalls mit der Frage der Datennutzung konfrontiert sind. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich das vorgeschlagene Framework durchsetzen kann und welche Auswirkungen es auf die Branche haben wird.
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