MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der heutigen schnelllebigen Arbeitswelt sind Stress und Hektik allgegenwärtig, was das Wohlbefinden und die Produktivität der Mitarbeitenden erheblich beeinträchtigen kann. Eine mögliche Lösung, die in letzter Zeit vermehrt Beachtung findet, sind sogenannte Mikropausen. Diese kurzen Unterbrechungen des Arbeitsalltags könnten eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten und sogar zu steigern.
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In der modernen Arbeitswelt, in der Zeitdruck und Termindruck oft den Ton angeben, wird die Bedeutung von Pausen häufig unterschätzt. Obwohl das Arbeitszeitgesetz klare Vorgaben für Pausenzeiten macht, zeigt eine Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), dass viele Mitarbeitende ihre Pausen ausfallen lassen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben Zeitmangel und Termindruck wird auch die Vertiefung in die Arbeit als Grund genannt, warum Pausen oft vergessen werden. Ein weiterer Faktor ist der Personalmangel, der es Mitarbeitenden erschwert, sich eine Auszeit zu nehmen.
Das Konzept der Mikropausen, das in verschiedenen Studien untersucht wurde, bietet hier eine interessante Perspektive. Mikropausen sind kurze Unterbrechungen, die von wenigen Sekunden bis zu maximal zehn Minuten dauern können. Laut einer Metaanalyse von Patricia Albulescu und Kollegen aus dem Jahr 2022 können diese kurzen Pausen das Wohlbefinden der Mitarbeitenden positiv beeinflussen, indem sie Müdigkeit reduzieren und das Energielevel erhöhen. Obwohl keine direkte Leistungssteigerung nachgewiesen werden konnte, ist eine Verschlechterung der Leistung ebenfalls nicht erkennbar.
Psychologe Friedhelm Nachreiner, Vorsitzender der Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologische Forschung, betont die präventive Wirkung von Mikropausen. Diese dienen nicht der Erholung im klassischen Sinne, sondern der Vorbeugung von Übermüdung. Die Notwendigkeit und Dauer solcher Pausen sind individuell unterschiedlich, weshalb ein pauschales Modell für alle Mitarbeitenden nicht sinnvoll ist.
Unternehmen können durch betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) die Pausenkultur verbessern und so die Gesundheit und Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden langfristig sichern. Maßnahmen wie die Einrichtung von Pausenzonen oder Ruheräumen, in denen ein kurzer Powernap möglich ist, können die Erholung fördern. Wichtig ist dabei, dass der Schlaf nicht zu lange dauert, um den Körper nicht in tiefere Schlafphasen zu versetzen, was zu noch mehr Müdigkeit führen könnte.
Die Schaffung von Kommunikationsräumen, in denen sich Mitarbeitende austauschen können, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass Pausen nicht nur als notwendiges Übel, sondern als wertvolle Zeit zur Regeneration und zum Austausch wahrgenommen werden. Die Umgestaltung der Pausenkultur könnte somit ein wichtiger Schritt sein, um das Leistungsmodell vieler Industriestaaten zu überdenken und die Arbeitszeit nicht mehr als alleinigen Maßstab für Leistung zu sehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Mikropausen ein vielversprechendes Mittel sind, um die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu steigern. Durch die Unterstützung der Arbeitgeber und die Implementierung geeigneter Maßnahmen kann die betriebliche Pausenkultur nachhaltig verbessert werden, was letztlich allen Beteiligten zugutekommt.
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