MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der digitalen Welt, in der Kryptowährungen immer mehr an Bedeutung gewinnen, sind auch die Bedrohungen durch Cyberkriminalität auf dem Vormarsch. Eine neue Kampagne, die von Sicherheitsexperten als ‘GitVenom’ bezeichnet wird, zeigt, wie Hacker gefälschte GitHub-Projekte nutzen, um ahnungslose Nutzer zu täuschen und deren Krypto-Wallets zu kompromittieren.
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Die Bedrohung durch Cyberkriminalität nimmt in der digitalen Welt stetig zu, insbesondere im Bereich der Kryptowährungen. Eine neue Kampagne, die von Sicherheitsexperten als ‘GitVenom’ bezeichnet wird, zeigt, wie Hacker gefälschte GitHub-Projekte nutzen, um ahnungslose Nutzer zu täuschen und deren Krypto-Wallets zu kompromittieren. Diese Hacker erstellen Hunderte von Repositorys auf GitHub, die vermeintlich legitime Projekte enthalten, tatsächlich jedoch mit Malware wie Remote-Access-Trojanern (RATs) und Info-Stealern infiziert sind.
Einige der gefälschten Projekte beinhalten beispielsweise einen Telegram-Bot zur Verwaltung von Bitcoin-Wallets oder ein Tool zur Automatisierung von Instagram-Interaktionen. Die Hacker gehen dabei äußerst geschickt vor, indem sie die Projekte mit gut gestalteten Informations- und Anleitungsdateien versehen, die möglicherweise mit KI-Tools generiert wurden. Zudem wird die Anzahl der ‘Commits’ künstlich erhöht, um den Anschein zu erwecken, dass die Projekte aktiv weiterentwickelt werden.
Die Sicherheitsfirma Kaspersky hat herausgefunden, dass die Malware in diesen Projekten nicht die versprochenen Funktionen erfüllt, sondern vielmehr bedeutungslose Aktionen ausführt. Die eigentliche Gefahr liegt in den versteckten Schadprogrammen, die gespeicherte Anmeldedaten, Krypto-Wallet-Daten und Browserverläufe stehlen und an die Hacker über Telegram übermitteln. Ein weiteres bösartiges Element ist ein Clipboard-Hijacker, der Krypto-Wallet-Adressen durch von Angreifern kontrollierte Adressen ersetzt.
Diese Kampagne hat weltweit Opfer gefunden, wobei ein besonderer Fokus auf Nutzer in Russland, Brasilien und der Türkei liegt. Im November wurde mindestens ein Nutzer Opfer dieser Masche, als eine von Hackern kontrollierte Wallet 5 Bitcoin erhielt, was einem Wert von etwa 442.000 US-Dollar entspricht. Die Bedrohung durch solche gefälschten Projekte ist besonders groß, da Plattformen wie GitHub von Millionen Entwicklern weltweit genutzt werden und daher ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle darstellen.
Experten raten dringend dazu, vor dem Herunterladen von Drittanbieter-Code genau zu prüfen, welche Aktionen dieser ausführt. Es wird erwartet, dass Angreifer weiterhin bösartige Projekte veröffentlichen werden, möglicherweise mit kleinen Änderungen in ihren Taktiken und Techniken. Die Sicherheitsfirma Kaspersky betont die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben und die Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern, um solchen Bedrohungen entgegenzuwirken.
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