DAMASKUS / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die jüngsten Entwicklungen in Syrien zeigen einen bedeutenden Schritt in Richtung einer einheitlichen militärischen Struktur. Ahmad al-Sharaa, der ehemalige Anführer von Hayat Tahrir al-Sham (HTS), hat sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen bewaffneten Fraktionen des Landes unter einem Dach zu vereinen. Diese Bemühungen sind jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden, da tief verwurzelte Misstrauen und geopolitische Spannungen die Integration erschweren.
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Die Integration der syrischen Militärfraktionen unter der Führung von Ahmad al-Sharaa stellt einen entscheidenden Schritt in der Nachkriegsordnung des Landes dar. Al-Sharaa, der seine frühere Identität als Abu Mohammed al-Jolani abgelegt hat, hat es geschafft, einige der türkisch unterstützten Fraktionen im Norden Syriens zu integrieren. Doch die südlichen Fraktionen unter Ahmad al-Ouda, die von Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt werden, sowie die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Nordosten bleiben außerhalb dieser Bemühungen.
Ein zentrales Problem bei der Integration der bereits unter dem Verteidigungsministerium vereinten Fraktionen ist der top-down-Ansatz von al-Sharaa, der Loyalität über Kompetenz stellt. Diese Strategie birgt das Risiko, bestehende ideologische und klassenbasierte Unterschiede zu verschärfen. Die geopolitischen Dynamiken, wie die Rolle der Türkei und die fortwährenden israelischen Angriffe, fügen der ohnehin prekären Übergangsphase zusätzliche Komplexität hinzu.
Während meiner Feldforschung in Nord-Syrien und Süd-Türkei konnte ich mit Kämpfern und Kommandanten verschiedener Fraktionen sprechen. Diese Gespräche offenbarten die komplexen Motivationen, die die Kämpfer antreiben, in bewaffneten Gruppen zu bleiben. Viele von ihnen sind von Loyalität, Pragmatismus und Überlebenswillen geprägt, die oft in historischen Groll und wechselnden Allianzen verwurzelt sind.
Die Rückkehr nach Damaskus nach 14 Jahren Abwesenheit zeigte mir eine Stadt, die die Narben eines gefallenen Regimes trägt. Die Symbole der ehemaligen Baath-Partei liegen in Trümmern, und das Land kämpft weiterhin mit den Folgen des Krieges. Trotz der Herausforderungen gibt es unter den Offiziellen des Verteidigungsministeriums Optimismus, doch das Misstrauen unter den neu formierten Streitkräften bleibt tief verwurzelt.
Die Ernennung von Schlüsselpersonen innerhalb des Verteidigungsministeriums zeigt eine klare Strategie der Machtkonsolidierung durch Loyalität. Diese Ernennungen, darunter auch ausländische Figuren, sollen die Sicherheit des Regimes gewährleisten, werfen jedoch Fragen über die Fähigkeit des Militärs auf, die vielfältige Bevölkerung Syriens zu repräsentieren.
Die Integration der SDF und der südlichen Fraktionen bleibt eine der größten Herausforderungen. Die Verhandlungen mit der SDF wurden durch die Intervention der Türkei unterbrochen, die auf eine vollständige Auflösung der militärischen Struktur der SDF drängt. Im Süden zeigen die Fraktionen wenig Interesse an einer Integration ohne politische Garantien und Schutz vor äußeren Bedrohungen.
Die jüngsten Entwicklungen in Syrien verdeutlichen die Notwendigkeit eines transparenten Übergangsjustizsystems, um die Ängste vor Verfolgung zu mindern und das Vertrauen in die neue Ordnung zu stärken. Ohne klare Rechenschaftsmechanismen und eine inklusive Führung droht das Land in Fragmentierung und erneute Konflikte zurückzufallen.
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