FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Kryptowährungsmärkte stehen erneut unter Druck, nachdem ein Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit zu einem signifikanten Preisrückgang bei Bitcoin und anderen digitalen Währungen geführt hat.



Die Kryptowährung Bitcoin, bekannt für ihre Volatilität, hat erneut einen signifikanten Preisrückgang erlebt. Am Dienstag fiel der Preis auf der Handelsplattform Bitstamp unter die Marke von 90.000 US-Dollar, ein Niveau, das zuletzt Mitte Januar erreicht wurde. Dieser Rückgang ist Teil einer breiteren Schwäche im Kryptomarkt, die durch einen Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit ausgelöst wurde.

Der Angriff auf Bybit hat nicht nur Bitcoin, sondern auch andere wichtige Kryptowährungen wie Ethereum, XRP, Solana und Dogecoin stark getroffen. Diese Ereignisse haben bei Marktteilnehmern Erinnerungen an frühere Sicherheitsprobleme im Kryptobereich geweckt, was zu einem verstärkten Verkaufsdruck geführt hat.

Caroline Mauron, Mitbegründerin von Orbit Markets, einem Anbieter von Liquidität für Krypto-Derivate, betonte, dass der Bybit-Hack das jüngste in einer Reihe von Vorfällen sei, die das Vertrauen der Investoren erschüttern. Solche Sicherheitsprobleme werfen erneut Fragen zur Sicherheit und Stabilität von Kryptowährungsplattformen auf.

Zusätzlich zu den Sicherheitsbedenken gibt es auch regulatorische Herausforderungen. Der Skandal um die argentinische Kryptowährung $LIBRA, der zu Ermittlungen gegen den Präsidenten Javier Milei führte, zeigt, wie politische und regulatorische Entwicklungen den Kryptomarkt beeinflussen können. Milei wird vorgeworfen, die Währung in sozialen Medien beworben zu haben, bevor ihr Wert drastisch fiel.

Der Bitcoin hatte zuvor von der Aussicht auf ein regulierungsfreundlicheres Umfeld unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump profitiert. Diese Erwartungen führten zu einem Rekordhoch von fast 109.400 Dollar. Doch die protektionistische Politik Trumps könnte den Risikoappetit der Investoren dämpfen, was sich negativ auf hochriskante Anlagen wie Kryptowährungen auswirkt.

Marktanalyst Timo Emden von Emden Research fasst zusammen, dass Donald Trump für Anleger sowohl Fluch als auch Segen sei. Während einige Investoren auf ein kryptofreundliches Umfeld hoffen, könnten andere durch die unsicheren politischen Rahmenbedingungen abgeschreckt werden.

Insgesamt zeigt die aktuelle Situation, wie anfällig der Kryptomarkt für externe Schocks ist. Die Kombination aus Sicherheitsbedenken, regulatorischen Herausforderungen und politischen Unsicherheiten könnte die Volatilität in den kommenden Monaten weiter erhöhen.

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Bitcoin unter Druck: Hackerangriff auf Bybit und Marktreaktionen
Bitcoin unter Druck: Hackerangriff auf Bybit und Marktreaktionen (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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