JERUSALEM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie der Hebräischen Universität Jerusalem hat ein vereinheitlichtes mathematisches Modell entwickelt, das erklärt, wie sogenannte ‘Ortszellen’ im Hippocampus räumliche Informationen kodieren.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik
präsentiert von Amazon!
- Unsere täglichen KI-News von IT Boltwise® bei LinkedIn abonnieren!
- KI-Meldungen bequem via Telegram oder per Newsletter erhalten!
- IT Boltwise® bei Facy oder Insta als Fan markieren und abonnieren!
- AI Morning Podcast bei Spotify / Amazon / Apple verfolgen!
- RSS-Feed 2.0 von IT Boltwise® für KI-News speichern!
Die jüngsten Forschungen unter der Leitung von Prof. Yoram Burak haben ein bemerkenswert einfaches, aber kraftvolles mathematisches Modell hervorgebracht, das die unregelmäßigen Aktivitätsmuster von Ortszellen in großen Umgebungen erklärt. Diese Zellen, die sich im Hippocampus befinden, helfen Tieren bei der Navigation, indem sie spezifische Feuermuster erzeugen, die Positionen in ihrer Umgebung kodieren. Traditionell wurde angenommen, dass diese Zellen in einzelnen, kompakten Raumregionen mit einer stereotypen symmetrischen Form feuern.
Jedoch hat sich gezeigt, dass in größeren Umgebungen diese Zellen viel komplexere und unregelmäßige Aktivitätsmuster aufweisen, indem sie an mehreren Orten mit unterschiedlichen Formen und Größen feuern. Das von Buraks Team entwickelte Modell basiert auf dem Konzept der ‘Gaussian Processes’, einer Klasse zufälliger Funktionen, die in verschiedenen natürlichen Phänomenen eine wichtige Rolle spielen, von der Kosmologie bis zur Ozeanographie.
In diesem Modell entstehen die Feuerregionen der Ortszellen, indem Raumregionen markiert werden, in denen ein zufälliger Gaussian-Prozess eine bestimmte Schwelle überschreitet. Mit diesem einfachen Modell konnten die Forscher zeigen, dass die Aktivität von Ortszellen bei Fledermäusen und Nagetieren in 1D-, 2D- und 3D-Räumen universellen Prinzipien folgt.
Diese Erkenntnisse legen nahe, dass diese Muster weitgehend aus zufälligen Eingaben in den Hippocampus entstehen, was die Vorstellung in Frage stellt, dass das Gehirn für seine räumliche Karte auf eine präzise Organisation angewiesen ist. Nischal Mainali, ein Student an der Hebräischen Universität und einer der Autoren der Studie, erklärt: ‘Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Zufälligkeit, anstatt spezifischem Design, die synaptische Organisation der Eingaben zu CA1-Neuronen im Hippocampus bestimmt.’
Diese Perspektive stellt lang gehegte Annahmen über die Struktur neuronaler Schaltkreise in Frage und eröffnet neue Wege zum Verständnis der räumlichen Kognition. Das Modell macht auch präzise testbare Vorhersagen über die Anordnungen der Feuerfelder von Ortszellen und deren Geometrie, die durch die erneute Untersuchung von Aufzeichnungen der Ortszellaktivität, die in früheren Experimenten von Fledermäusen, Mäusen und Ratten gesammelt wurden, verifiziert wurden.
Diese Einblicke beleuchten nicht nur die neuronalen Mechanismen der räumlichen Navigation, sondern bieten auch eine Grundlage für die Erforschung, wie das Gehirn Informationen kodiert. Prof. Burak erklärt: ‘Die scheinbar zufälligen Feuermuster von Ortszellen in großen Umgebungen bilden ‘Codewörter’, die einzigartig verschiedenen Positionen im Raum zugewiesen sind. Wir glauben, dass das Gehirn die Statistik dieser zufälligen Codewörter anpasst, um eine sehr effiziente Darstellung von Positionen in großen Umgebungen zu schaffen.’
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- Die Zukunft von Mensch und MaschineIm neuen Buch des renommierten Zukunftsforschers und Technologie-Visionärs Ray Kurzweil wird eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte entworfen – eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird
- Künstliche Intelligenz: Expertenwissen gegen Hysterie Der renommierte Gehirnforscher, Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Spitzer ist ein ausgewiesener Experte für neuronale Netze, auf denen KI aufbaut
- Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde ist, setzen bislang nur wenige Unternehmen die Technologie wirklich erfolgreich ein
- Wie funktioniert Künstliche Intelligenz (KI) und gibt es Parallelen zum menschlichen Gehirn? Was sind die Gemeinsamkeiten von natürlicher und künstlicher Intelligenz, und was die Unterschiede? Ist das Gehirn nichts anderes als ein biologischer Computer? Was sind Neuronale Netze und wie kann der Begriff Deep Learning einfach erklärt werden?Seit der kognitiven Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts sind KI und Hirnforschung eng miteinander verflochten
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Neue Erkenntnisse zur räumlichen Kartierung des Gehirns" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.