NEW ORLEANS / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) arbeitet an der Aktualisierung ihrer Weltraumwetter-Skalen, um die Komplexität und Verwirrung zu reduzieren, die mit der aktuellen Klassifizierung verbunden sind.
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Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat erkannt, dass die bestehenden Weltraumwetter-Skalen, die seit 1999 in Gebrauch sind, einer dringenden Überarbeitung bedürfen. Diese Skalen, die geomagnetische Stürme, solare Strahlungsstürme und Funkstörungen klassifizieren, sind für die Öffentlichkeit oft schwer verständlich. Die NOAA plant, diese Skalen zu aktualisieren, um sowohl den Betreibern kritischer Infrastrukturen als auch der allgemeinen Öffentlichkeit besser gerecht zu werden.
Die Notwendigkeit einer Überarbeitung wurde durch historische Ereignisse wie den Halloween-Sonnensturm 2003 und das Gannon-Ereignis 2024 deutlich. Diese Ereignisse haben gezeigt, dass die aktuellen Skalen nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Bill Murtagh, Programmkoordinator des Space Weather Prediction Center (SWPC), betonte die Herausforderung, die komplexen Phänomene des Weltraumwetters verständlich zu machen.
Im Jahr 2024 führte das SWPC in Zusammenarbeit mit dem National Weather Service und dem IDA Science and Technology Policy Institute (STPI) eine Umfrage durch, um Feedback von der Öffentlichkeit und verschiedenen Interessengruppen zu den aktuellen Skalen zu sammeln. Fast 500 Personen aus fast 200 verschiedenen Engagements nahmen teil. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden auf dem jährlichen Treffen der American Meteorological Society (AMS) präsentiert.
Die zweite Phase des Prozesses beinhaltet die Auswertung des Feedbacks und des Berichts von STPI, um zu entscheiden, welche Änderungen priorisiert werden sollten. Ziel ist es, die Auswirkungen des Weltraumwetters klarer zu kommunizieren und den modernen Endnutzern und der Öffentlichkeit den größten Nutzen zu bieten. Murtagh betonte, dass einige Änderungen Jahre in Anspruch nehmen könnten, während andere kurzfristig umgesetzt werden können.
Die dritte Phase wird die Umsetzung der Änderungen umfassen, einschließlich der Definition neuer Produkte und der Einführung eines Abonnementdienstes, um die Kunden über die bevorstehenden Änderungen zu informieren. Murtagh, der an der ursprünglichen Entwicklung der Skalen beteiligt war, erklärte, dass einige der vorgeschlagenen Änderungen die Entfernung der Beschreibungsbegriffe jeder Kategorie umfassen, da diese oft unterschiedlich interpretiert werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt des Feedbacks war die Unterscheidung zwischen einem G5- und einem G5+-Sturm. Das Gannon-Ereignis war ein G5, aber es war nicht vergleichbar mit dem außergewöhnlichen Carrington-Ereignis von 1859. Einige Teilnehmer schlugen vor, ein zusätzliches Level hinzuzufügen, während andere eine Überarbeitung der Skalen vorschlugen, um die Sättigung am oberen Ende der Skala zu vermeiden.
Die NOAA und das SWPC stehen vor der Herausforderung, die Weltraumwetter-Skalen so zu aktualisieren, dass sie sowohl wissenschaftlich fundiert als auch für die breite Öffentlichkeit verständlich sind. Diese Bemühungen sind entscheidend, um die Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Stromnetze, Satelliten und Fluggesellschaften besser zu unterstützen und die allgemeine Öffentlichkeit über die potenziellen Auswirkungen von Weltraumwetterereignissen zu informieren.
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