MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Trotz der jüngsten Entscheidungen der OPEC+ Gruppe, die geplanten Produktionssteigerungen zu verschieben und die Kürzungen bis Ende 2026 zu verlängern, bleiben die Ölpreise unter Druck. Analysten prognostizieren für 2025 einen Angebotsüberschuss, der die Preise weiter belasten könnte.
Die Ölpreise stehen weiterhin unter Druck, obwohl die OPEC+ Gruppe beschlossen hat, die geplanten Produktionssteigerungen um drei Monate zu verzögern und die Produktionskürzungen bis Ende 2026 zu verlängern. Diese Maßnahmen sollen den Markt stabilisieren, doch Analysten warnen vor einem möglichen Angebotsüberschuss im Jahr 2025, der die Preise weiter drücken könnte.
Der Preis für Brent-Öl fiel kürzlich auf 71,43 Dollar je Barrel, während die US-amerikanischen West Texas Intermediate-Futures ebenfalls einen Rückgang verzeichneten. Diese Preisbewegungen spiegeln die Unsicherheiten auf dem Markt wider, die durch die Erwartungen eines zukünftigen Überangebots verstärkt werden.
Die Bank of America prognostiziert, dass die Ölpreise bis 2025 auf durchschnittlich 65 Dollar pro Barrel sinken könnten, trotz eines erwarteten Anstiegs der Nachfrage um eine Million Barrel pro Tag im nächsten Jahr. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die globale Produktion die Nachfrage übersteigen wird, was zu einem Überangebot führen könnte.
Ein weiterer Faktor, der den Markt beeinflusst, ist die schwache Nachfrage aus China, einem der größten Ölverbraucher der Welt. Diese Entwicklung, zusammen mit einer steigenden Produktion in anderen Regionen, hat die OPEC+ dazu veranlasst, ihre Strategie anzupassen und die Kürzungen zu verlängern.
Analysten wie Giovanni Staunovo von der UBS sehen die jüngsten Entscheidungen der OPEC+ als positiv überraschend an, da sie die Geschlossenheit der Gruppe und ihr Bestreben, den Markt im Gleichgewicht zu halten, unterstreichen. Dennoch bleibt der mittelfristige Ausblick für die Ölpreise eher pessimistisch.
Die HSBC hat ihre Prognose für das Überangebot am Ölmarkt von 0,5 Millionen Barrel pro Tag auf 0,2 Millionen Barrel pro Tag gesenkt, was auf eine leicht verbesserte Marktlage hindeutet. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen, da geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Entwicklungen weiterhin Einfluss auf die Preisgestaltung haben.
Insgesamt bleibt der Ölmarkt in einer engen Preisspanne gefangen, da Investoren zwischen schwachen Nachfragesignalen und geopolitischen Risiken abwägen. Die kommenden Monate könnten entscheidend sein, um zu sehen, ob die OPEC+ Maßnahmen ausreichen, um den Markt zu stabilisieren und die Preise zu stützen.
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