MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Arbeitswelt verändert die Dynamik der Teamarbeit grundlegend. Eine aktuelle Studie zeigt, dass KI nicht nur die Produktivität steigern kann, sondern auch die Art und Weise, wie Wissen innerhalb von Unternehmen geteilt wird, revolutioniert.

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der modernen Arbeitswelt wird zunehmend wichtiger. Eine neue Studie, die von Forschern der Harvard University, der Wharton School und Procter & Gamble durchgeführt wurde, zeigt, dass KI die Vorteile menschlicher Zusammenarbeit replizieren kann. In der Untersuchung wurden 776 Fachleute von P&G gebeten, neue Produktideen zu entwickeln. Die Hälfte der Teilnehmer nutzte dabei KI, während die andere Hälfte ohne diese Unterstützung arbeitete.

Die Ergebnisse waren beeindruckend: Einzelpersonen, die KI nutzten, erzielten Leistungen, die mit denen von Zweierteams ohne KI vergleichbar waren. Dies deutet darauf hin, dass KI bestimmte Vorteile der menschlichen Zusammenarbeit effektiv nachbilden kann. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass KI dazu beiträgt, Wissenssilos innerhalb von Organisationen abzubauen, indem sie Mitarbeitern ermöglicht, Ideen außerhalb ihrer traditionellen Fachgebiete beizutragen.

Die Nutzung von KI führte zu einer signifikanten Steigerung der Arbeitsqualität, der Produktivität und der Wahrscheinlichkeit, Top-Produktideen zu generieren. Die Forscher stellten fest, dass Mitarbeiter und Teams, die KI einsetzten, dreimal häufiger Produktideen vorschlugen, die zu den besten 10% der Lösungen gehörten, basierend auf einer Bewertung durch menschliche Experten. Diese Ergebnisse könnten erhebliche Auswirkungen auf die optimale Teamgröße und -zusammensetzung in Unternehmen haben.

Die Studie mit dem Titel „The Cybernetic Teammate“ wurde in einem realen Unternehmensumfeld durchgeführt, indem KI direkt in den Produktentwicklungsprozess von P&G integriert wurde. Die Teilnehmer wurden mit der Lösung realer geschäftlicher Herausforderungen in verschiedenen Markenbereichen beauftragt. Diese praxisnahe Herangehensweise verleiht den Ergebnissen zusätzliche Relevanz.

Interessanterweise berichteten 74% der wöchentlichen KI-Nutzer, dass KI Elemente ihrer Arbeit automatisieren oder ersetzen kann. Dies könnte für einige Arbeitnehmer beunruhigend sein. Dennoch gibt es auch gegenteilige Meinungen. Eine Studie des MIT aus dem Jahr 2024 legt nahe, dass die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI nicht immer zu besseren Ergebnissen führt als die Arbeit von Menschen oder KI allein. Gründe hierfür könnten Kommunikationsbarrieren, Vertrauensprobleme und ethische Bedenken sein.

Die Forscher der Harvard-Studie bildeten vier Teamtypen: Einzelpersonen ohne KI, Zweierteams ohne KI, Einzelpersonen mit KI und Zweierteams mit KI. Die P&G-Mitarbeiter entwickelten neue Produktideen in den Bereichen Baby-, Frauen-, Pflege- und Mundpflegeprodukte. Ihre Lösungen wurden von menschlichen Experten auf Qualität bewertet. Die verwendete generative KI basierte auf dem GPT-4-Modell von OpenAI, das über die Microsoft Azure Cloud zugänglich war.

Ein bemerkenswertes Ergebnis war, dass eine Person mit KI die Arbeit eines Zweierteams ohne KI replizieren konnte. Dies bedeutet, dass eine Person, die mit generativer KI arbeitet, Ideen und Lösungen von gleicher Qualität wie ein traditionelles menschliches Duo produzierte. Diese Erkenntnisse gehen über die reine Produktivitätssteigerung hinaus.

Bei P&G ist die funktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Forschung & Entwicklung und Handel ein wesentlicher Bestandteil der Produktinnovation. Jede Gruppe neigt jedoch dazu, Lösungen in ihrem Fachgebiet zu bevorzugen: R&D favorisiert technische Lösungen, während der Handel marktfähige Ideen bevorzugt. Durch den Einsatz von KI lösten sich diese Silos auf. Handelsspezialisten schlugen mehr technische Ideen vor, und R&D-Spezialisten integrierten mehr marktgerechte Ideen. KI erweiterte den Zugang zu spezialisiertem Wissen.

Diese Ergebnisse könnten für Unternehmen, die mit Wissenssilos zu kämpfen haben, eine Offenbarung sein. KI dient nicht nur als Informationslieferant, sondern auch als effektiver Mechanismus zur Überwindung von Grenzen, der Fachleuten hilft, über traditionelle Domänengrenzen hinweg zu denken und Probleme ganzheitlicher anzugehen.

Die Studie zeigt, dass die Qualität der Arbeit von Mitarbeitern, die KI nutzen, signifikant höher war als die von Mitarbeitern ohne KI. Einzelpersonen, die KI einsetzten, benötigten im Durchschnitt 16,4% weniger Zeit als Einzelpersonen ohne KI, während Teams mit KI 12,7% weniger Zeit benötigten. Weniger erfahrene Mitarbeiter konnten durch den Einsatz von KI mit erfahreneren Kollegen gleichziehen. Ohne KI bleiben Mitarbeiter bei dem, was sie kennen. Mit KI können sie Ideen entwickeln, die über ihre Fachgebiete hinausgehen.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die traditionelle Sichtweise von KI als reines Produktivitätstool zu begrenzt sein könnte. Heutige KI kann als eine Art Teammitglied fungieren, das bessere Leistungen, Wissensaustausch und sogar positive emotionale Erfahrungen bietet.


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KI als Teammitglied: Wie Künstliche Intelligenz die Zusammenarbeit in Unternehmen verändert
KI als Teammitglied: Wie Künstliche Intelligenz die Zusammenarbeit in Unternehmen verändert (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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